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Ausführungen zum chinesischen Standard – von Li Fook Wah

wichtige InformationVon Herrn Li Fook Wah – Dragongate Shar Pei Kennel, Hong Kong. Herzlichen Dank für die englische Übersetzung an Frau Peony Wong.

Die Standards des ursprünglichen chinesischen Shar-Pei sind folgende: Flaschenkürbis Kopf, Muschel Ohren, dreieckige Augenform in der Farbe schwarzer Bohnen, das Gesicht einer alten Dame, Dachziegel Mund, Bambus Zunge, Schmetterling Nase, einen Hals wie ein gelbes Rind, der Körper wie ein Graskarpfen, Garnelen Taille, Rute wie ein harter Draht, Dattelpflaumen Anus, Arme wie Säulen, Oberschenkel wie eine Pipa (chin. Instrument), Pfoten wie Knoblauchzehen.

Dies sind die Beschreibungen der morphologischen Standards des Shar-Pei, welche die älteren Shar-Pei Liebhaber verwendeten, benannt nach Dingen aus ihrer Umgebung. Jeder einzelne der erfahrenen Shar-Pei Freunde schaute immer zuerst auf “Haar und Auge”, wenn sie den Hund beurteilten. Aber was bedeutet “Haar und Auge”? Haar ist das Haar auf dem Hund (Fell) und mit Auge ist das Augenpaar im Kopf gemeint – und beides, Haar und Auge, muß aufeinander abgestimmt sein.

Warum ist diese Abstimmung notwendig? Lassen Sie uns zunächst über die verschiedenen Fellarten sprechen: Shar-Pei Fell, brush coat, Bambus Fell, Palmnuss Fell, geschredderter Bauern Regenmantel, und so weiter. In Hongkong nennt man das Shar-Pei Fell auch horse coat. Einmal hatte ich ein Gespräch mit Herrn CHIU Gei und bei einer anderen Gelegenheit ein Gespräch mit Herrn TSE Sing Wei zu diesem Thema. Beide Veteranen sagten, das das kurze Fell niemals horse coat genannt wurde. Man nannte es Shar-Pei Fell oder Shar-Pei Junge oder Shar-Pei Mädchen. Der Begriff horse coat entstand in Hongkong. Ich dachte weiter darüber nach, das Pferde Haar nicht kurz ist, deshalb stimme ich den beiden zu. Shar-Pei Fell ist sehr kurz, kürzer als ein halbes Zoll (oder 1/5 eines chinesischen Zoll, das hat 3 1⁄3 Zentimeter und heißt 寸 cùn). Etwas längeres Fell nennt man brush coat. Etwas länger als brush coat nennt man Bambus Fell, dann kommt Palmnuss Fell, dann geschreddert Bauern Regenmantel … und so weiter. All die eben beschriebenen Fellarten, egal ob kurz oder lang, müssen grob, hart, spärlich, feucht, matt, nicht glänzend und ohne Unterwolle sein. Mit einem schütteren Fell wir die Wärme schnell abgeführt, und der Hund hat mehr Ausdauer bei der Jagd. Hunde mit feuchtem und / oder mattem Fell haben eine höhere Schmerztolleranz und größere Ausdauer, während Hunde mit glänzendem Fell eine relativ niedrige Schmerztolleranz haben. Fellfarben können gelb (braun), schwarz, weiß (beige), Schnupftabakdose (Kaffee braun) und Mönchskutte oder hellgrau (grau oder blau) sein. Gelbes Fell läßt sich weiter unterteilen in mattes gelb, goldenes gelb, feuerrot; das beste schwarz ist rostiges schwarz; das beste weiß ist mattes weiß. Am Köper dürfen die Fellfarben nur Aufhellungen der Fellfarbe sein, der Rückenstreifen kann etwas dunkler sein. Wenn es zwei Farben gibt, dann dürfen diese nicht wie schwarz /weiß oder gelb/weiß sein – das sind Eigenschaften von “ausländischen” Hunden. Große Aufmerksamkeit muß man der Form der Augen schenken – dreieckig, kein weiß zu sehen, die äußeren Winkel immer leicht nach oben geschwungen. Der Stirn Knochen sollte vorstehen, um den Augapfel zu umhüllen, die Augenfarbe muß dunkel sein. Nun lassen Sie uns zurück auf die Koordinierung der Haare und Augenfarben kommen. Gelbe Hunde (braun) lassen sich einfacher koordinieren, weil die Augenfarbe dunkler sein muß, als die Fellfarbe, daher bevorzugen viele mattes gelb. Schwarz und weiß (beige) sind schwieriger zu koordinieren, wegen der gleichen Regel, z. B. dunkle Augenfarbe in der Art wie schwarzer Tee oder Kastanien. Mattes gelb, goldenes gelb oder Feuerrot können verschiedene gute Augenfarben wie Schwarzer Tee, Kastanie und Kerosin blau (schwer zu beschreibende Farbe, wie die Farbe am unteren Teil einer Flamme eines Kerzendochtes oder eben wie verbrennendes Kerosin) haben. Schwarzer Tee, Kastanie, und Lampwick-blau sind gute Augenfarben. Gute Augenfarben müssen mit guten “Grains” einhergehen. Aber was sind “Grains”? Grains können neben der Pupille des Auges gesehen werden – die Augenfarbe. Man kann diese “Explosionen” von Grains nur sehen, wenn der Hund sich dem Erwachsenenalter nähert. Es gibt verschiedene Grains – grobe und feine. Grains vom Explosions Typ sehen wie ein Stück gesplittertes Glas aus. Große Risse werden als grob betrachtet, kleine Risse als fein. Hunde mit groben Grains sind selbstmotivierend von Natur aus, mit feinen Grains sind zurückhaltend. Daher haben Hunde mit groben Grains echtes Feuer (Feuer im Hintern), Hunde mit feinen Grains haben dezent Feuer. Wenn ein Hund gute Augen hat, aber keine Grain bzw. Sand Explosion im Auge hat, dann kann man nicht von einem Hund von hoher Qualität sprechen.

Eine Fußnote von Herrn Li Fook Wah bezüglich der Kerosin blauen Augenfarbe:

Ein spezieller Nachtrag zu Kerosin blau: Im Vergleich zu gelben (braunen) Hunden, ist der Effekt bei schwarzen oder weißen Hunden (beigen) mit Kerosin blauen Augen minimal. Denn wenn der gelbe Hund mit Kerosin blauen Augen kämpft, ändert sich das blau in schwarzen Tee. Kerosin blaue Augen sind sehr selten, Ah Bo [in den `90ern] hatte Kerosin blaue Augen. Er hatte den Charackter eines Königs, kleinere Hunde hat er nie gemobbt, aber er war tapfer und wild gegenüber größeren Hunden. Sehr loyal zu seinem Herrn und seiner Familie. Ich habe viele Shar Pei aufgezogen, aber Ah Bo war der einzige mit Kerosin blauen Augen. Der einzige andere Hund mit diesen Augen war Bobby [in den `60ern].

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