Der Shar-Pei

Der chinesische Shar-Pei existiert seit Jahrhunderten in den an das südchinesische Meer angrenzenden Provinzen. Er war immer ein Arbeitshund, der vorwiegend auf dem Land von Bauern als Jagdhund, Wachhund und Hütehund verwendet wurde. Ob die Rasse tatsächlich, wie zum Teil behauptet wird, mehr als 2000 Jahre alt ist, bleibt Spekulation, da es keinerlei gesicherte Beweise dafür gibt. Bis in die späten 60er, frühen 70er Jahre des 20. Jahrhunderts waren chinesische Shar-Pei im westlichen Ausland völlig unbekannt.

Wissenswertes zum Shar-Pei

Die Shar-Pei Welpen werden im Gegensatz zu Welpen anderer Rassen mit einer zu grossen Haut geboren. Die Hautfalten bilden sich zwischen der 2. und 16. Woche und der Hund wächst dann langsam in sein Fell hinein. Die Hautfalten sollen beim ausgewachsenen Shar-Pei eng anliegen und nicht zu übertrieben sein. Ein ausgewachsener Shar-Pei soll Falten vorwiegend auf der Stirn und einige wenige Falten am Hals und Widerrist aufweisen. Schliesslich wurde der Shar-Pei als vielseitiger Arbeitshund verwendet, der agil sein soll, und nicht durch übermäßige Falten behindert wird.

Der Name Shar-Pei wurde irrtümlich mit „Faltenhund“ übersetzt. „Faltenhund“ ins chinesische übersetzt heisst „Tzao-Pei Gao“. Die richtigere Übersetzung für den Namen Shar-Pei Gao heisst: Sandhaut Hund.

Der Name der Rasse leitet sich also vom kurzen und borstigen Fell des Shar-Pei ab. In seiner ursprünglichen Form gab es den Shar-Pei nur in der Fellform, die heute als horsecoat bekannt ist. Das heute weit verbreitete brushcoat (etwas längeres und weicheres Fell) wurde erst in den siebziger Jahren, wahrscheinlich durch Verpaarung mit Mischlingen, in die Rasse hinein gezüchtet. Hierbei entstand dann wahrscheinlich auch die bearcoat Fellform mit besonders langem Fell, die aber offensichtlich bei allen Zuchtverbänden unerwünscht ist.

Die Rettung des Shar-Pei

In den siebziger Jahren war der Shar-Pei durch die damalige chinesische Gesetzgebung so stark bedroht, das es einer ganz besonderen Rettungsaktion bedurfte, um die Rasse vor dem aussterben zu bewahren. Der Bestand war so weit dezimiert,das der Shar-Pei 1976 in das Guinness Buch der Rekorde als seltenste Hunderasse der Welt aufgenommen wurde. Mr. Matgo Law und Mr. Chung Ching Ming aus Hong Kong starteten eine beispiellose Rettungsaktion für diese einmalige Rasse. Sie kauften die letzten verfügbaren Exemplare in China, Macao und Taiwan auf und exportierten diese vorzugsweise nach Amerika. Sie schufen mit dieser einmaligen Rettungsaktion den Grundstock für die heutige weltweite Shar-Pei Population.

Der Shar-Pei heute

Leider hat die Werbeindustrie in den letzten Jahren mehrfach Shar-Pei Welpen für ihre Zwecke eingesetzt. Der Bekanntheitsgrad des so genannten Faltenhund und die damit verbundene Nachfrage sind deshalb enorm gestiegen. Sicherlich wollten die renomierten Züchter in Deutschland mit verhältnissmässig hohen Welpenpreisen ihre Nachzuchten vor ungeeigneten Welpenkäufern schützen. Die grosse Nachfrage nach Welpen und die relativ hohen Preise haben aber leider dazu geführt, das immer mehr “Hundevermehrer” Shar-Pei Welpen “produzieren” um mit ihnen hohe Gewinne erzielen zu können. Das bei den finanziellen Interessen die Gesundheit, das Wesen und das Wohlergehen der Hunde nicht mehr im Vordergrund stehen, dürfte jedem klar sein. Es werden auch mit kranken Tieren weiterhin Welpen produziert.

Wer sich heute im Internet über den Shar-Pei informieren möchte, der kann unter Umständen erst einmal erschrecken. Viele Beiträge in Foren, Blogs und Mailinglisten handeln von Shar-Pei mit mehr oder minder schweren gesundheitlichen Problemen. Da die glücklichen Besitzer gesunder Shar-Pei eigentlich kaum Veranlassung haben zu schreiben wie toll alles bei ihnen läuft und das sie keine Probleme haben, entsteht in der Öffentlichkeit ein völlig verschobenes Bild von dieser wundervollen Rasse. Viele Vorurteile und Gerüchte bezüglich Qualzucht, hohem Pflegeaufwand und hohen Kosten fuer Tierarzt und Medikamente sind so entstanden und halten sich hartnäckig. Wir wollen dazu beitragen, das diese Vorurteile gegen die Hunderasse chinesischer Shar-Pei abgebaut werden.

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