Geschichte des Shar-Pei

Die Geschichte des chinesischen Shar-Pei

Es gibt keinen unmittelbaren Beweis der belegen kann, das der Shar-Pei wie wir ihn heute kennen, eine alte Rasse ist. Es gibt dagegen einige Hinweise dafür, das die Rasse Shar-Pei in den 1960er Jahren von Hundezüchtern in Hong Kong entwickelt wurde, indem Chinesische Kampfhunde mit anderen Rassen wie Boxer, Bloodhound, Bulldogge und möglicherweise auch noch anderen Rassen gekreuzt wurden. Man beachte dazu die folgenden Dokumente:

  1. Ein Brief des Hong Kong Kennel Club vom 15. Juli 1975 an Herrn R.G. Horsnell, in dem mitgeteilt wird, das die Registrierung von Chinesischen Kampfhunden wegen Kreuzung und Abweichungen vom Typ eingestellt wurde. Dieser Brief ist zu finden im Chinese Shar-Pei Stud Book (Zuchtbuch) Registry Vol.3, Seite 47-48
  2. Eine Beschreibung des Standard in der gleichen Ausgabe dieses Zuchtbuches, mit einer teilweisen Beschreibung des Chinesischen Kampfhundes in altem Mandarin von vor 1943, vielleicht sogar aus dem 19. Jahrhundert (zwischen 1800 und 1899)

Ich denke das es einen klaren Beweis dafür gibt, das unsere Rasse vom Chow abstammt, und sich nicht von einem gemeinsamen Vorfahren entwickelt hat. Marco Polo veröffentlichte seine Reiseberichte aus China im Jahr 1271, und während er vom Chow Chow erzählt, wird an keiner Stelle ein Shar-Pei oder ein Chinesischer Kampfhund erwähnt. Höchstwahrscheinlich fängt die Geschichte des Chinesischen Kampfhundes kurz nach 1751 an, als ein imperialer Erlass Seehandel in einem speziellen Bereich entlang des Pearl-River in Canton ermöglichte (Südchina). Wir wissen auch, dass die ersten Chow Chow in England 1775 importiert wurden. Während China zum Westen erschlossen wurde, kamen Hunde vom Westen mit den Seeleuten nach China. Ich behaupte, das der Chinesische Kampfhund während des Imperialismus (spätes 18. bis frühes 19. Jahrhundert) in Süd China entwickelt wurde. Während dieser Zeit wurde der Chow Chow mit einigen englischen Rassen wie der Bulldogge, dem Boxer und auch anderen gekreuzt, mit dem Bestreben einen Kampfhund zu entwickeln. Da die Engländer darin eingeschränkt waren, wohin in Süd China sie gehen durften, wurden Glücksspiel und Hundekampf ein beliebter Zeitvertreib und das Züchten von Hunden mit kämpferischem Temperament wurde populär. Die Rasse wurde wahrscheinlich in Dahl Let (Dali) oder zumindest im Pearl River Delta in der Region um Canton entwickelt. Kurzhaarige Chows waren in dieser Region mehr verbreitet, und wurden daher zu diesen Zucht „Experimenten“ verwendet. Die Ähnlichkeiten des Chow Chow und des Shar-Pei kann man nicht verleugnen. Der Chow Chow ist der einzige heimische Jagdhund in China und wurde als Jagdhund (Anm: jagen), Viehhund (Anm.: treiben, ähnlich wie bei uns Bullenbeisser oder Saupacker) und als Schäferhund (Anm.: hüten) verwendet. Der Chow geht zurück bis auf die Han Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) und vielleicht sogar noch weiter zurück bis 1000 v. Chr. – eine wirklich alte Rasse.

Viele Befürworter der alten Geschichte der Rasse zeigen auf Hunde Figuren in Gräbern der Han Dynastie, welche von 206 v. Chr. bis 220 n. Chr. andauerte, als Beweis dafür das der Chinesische Kampfhund eine uralte Rasse ist. Ich denke die Statuetten der Hunde in den Gräbern zeigen einen stilisierten Han Dynastie Hund, der dem Chow Chow ähnelt. Mit dem Mangel an schriftlichen Aufzeichnungen, welche die Existenz der Rasse während dieser Periode bekräftigen, ist nach meiner Meinung die Wahrscheinlichkeit, dass die Figuren einen Chinesischen Kampfhund darstellen sehr weit weg. Es gab in China mehrere andere Hunderassen. Dazu gehörten eine Windhund Rasse, eine Mastiff (Dogge) Rasse, Spielzeug Rassen, usw.

Beginnend in den späten 1950er Jahren, verlagerte sich das Zentrum der Geschichte des Chinesischen Kampfhundes, besser gesagt wurde es durch die chinesischen Kommunisten nach Hong Kong verschoben. Von dieser Zeit an, waren Chinesische Kampfhunde nur noch in Macao zu finden. Noch bis ins Jahr 1974 fanden geheime Hundekämpfe, an denen auch Chinesische Kampfhunde beteiligt waren, in dieser Region statt. Die Kommunisten erklärten Hunde als nicht produktiv, bürgerlichen Luxus und ordneten ihre groß angelegte Vernichtung an. Eine Erhöhung der Steuern auf Hunde, im Jahr 1947 in Kraft getreten und angelegt um von der Hundehaltung abzuschrecken, verbesserte die schlimme Situation natürlich nicht. Hong Kong war einer der wenigen sicheren Häfen für Hunde aus ganz China, und die Hundeflüchtlinge ließen die Hunde Population dieser Küstenstadt stark anschwellen. Die Hundezüchter von Hong Kong sahen sich einem ernsten Dilemma gegenüber, seitdem die chinesischen Kampfhunde aus den umgebenden Gebieten nach Hong Kong geschmuggelt wurden, waren diese “die besten verfügbaren Typen” und diese waren nicht notwendigerweise reinrassige Tiere. Bei diesen Chinesischen Kampfhunden konnte man vielen schon am Äußeren ansehen, das sie aus Kreuzungen hervorgegangen waren. Abstammungs- und Registrierungsinformationen waren wegen mangelhafter Aufzeichnungen, die während der kommunistischen Revolution in China verloren gingen oder zerstört wurden, praktisch nicht Existent. Bedenken Sie auch, das diese „sportlichen“ Hundekämpfe, wo auch immer sie statt fanden, nur im Geheimen abgehalten werden konnten, und das selten andere Aufzeichnungen angefertigt wurden, als die für die Wett- Transaktionen. Einige Versuche die Hundezucht zu dokumentieren, wurden wenn überhaupt bei den Hunden unternommen, die für Kämpfe verwendet wurden. Außerdem müssen wir uns der Frage stellen, ob ein reinrassiger Chinesischer Kampfhund überhaupt jemals existiert hat. Viele Menschen glauben das der Chinesische Kampfhund ausgestorben war, und das er in den 1960er Jahren neu geschaffen wurde. Es ist bekannt das der Hong Kong Kennel Club die Rasse bereits 1949 registrierte und diese Hunde könnten, zum Zwecke dieser Diskussion, als reinrassige Chinesische Kampfhunde betrachtet werden.

Indem sie versuchten, diesen Chinesischen Kampfhund zu bewahren oder die Rasse wieder zu erschaffen, kreuzten einige der Liebhaber von Hong Kong diese frühen Hunde mit Bull Mastiffs, Chow-Chows, Bulldoggen, Boxern, Pit Bull Typen und vielleicht anderen Hund-Rassen und unachtsam (oder absichtlich?) schufen sie so eine neue Rasse – den Shar-Pei. Der Shar-Pei hat sich seitdem in zwei Linien entwickelt. Der reinrassige Chinesische Kampfhund bleibt im Grunde unverändert als der Chinesische Shar-Pei, den es in Hong Kong noch heute gibt und der in den Vereinigten Staaten als die horsecoat Varietät auftaucht, bestehen. Der amerikanische Shar-Pei wurde in den Vereinigten Staaten geschaffen und hatte seinen Ursprung in Hong Kong gegen Ende der 1960er Jahre. Er wurde zweifellos aus dem Kreuzen des Chinesischen Kampfhundes mit den anderen vorher erwähnten Rassen abgeleitet. Diese Abschweifung im Typ wird später noch ausführlicher besprochen.

Dieser wichtige Punkt bezüglich des Einkreuzens anderer Rassen, das beim Shar-Pei stattfand, bedarf mehr Berücksichtigung. Man kann vermuten, dass dieses Einkreuzen aus mehreren Gründen getan wurde. Erstens kann es unternommen worden sein, um die Qualität der wenigen restlichen Chinesischen Kampfhunde zu verbessern und/oder die Rasse wieder zu beleben, wenn sie tatsächlich schon ausgelöscht war. Zweitens ist es durchaus möglich das es getan wurde, um eine völlig andere und einzigartige Rasse zu schaffen – eine Rasse bei der die minimalen Falten des Chinesischen Kampfhundes akzentuiert wurden. Drittens kann es getan worden sein, um eine große Anzahl von Hunden zu schaffen, von denen weitere Verbesserungen gemacht werden konnten, und die erforderlich waren, um die Nachfrage von amerikanischen Käufern zu befriedigen. Zufällig oder absichtlich, es wurde eine neue Rasse geschaffen, die sich durch schwere Knochen, reichliche Falten, einen großen Kopf, längeres und weicheres Fell (brushcoat), und das mildere Temperament des amerikanischen Shar-Pei charakterisiert. Die amerikanischen Hunde Züchter fingen umgehend an für die Rasse zu schwärmen, und eine unbegrenzte Nachfrage wurde so gesichert.

Die Situation in Hongkong hatte solch einen Status erreicht, das in einem Brief vom 15. Juli 1975 der Hong Kong Kennel Club mitteilte, dass man die Registrierung von Chinesischen Kampfhunden eingestellt hat, weil „ein Kennel eine Rasse “geschaffen” hatte, indem er einen chinesischen Hund mit mehreren Rassen einschließlich eines Boxers, Bluthundes und einer Bulldogge kreuzte, und davon eine ganze Anzahl als “chinesische Kampfhunde” außer Landes verkauft hatte. Diese Tiere sahen hässlich aus, mit zu vielen Runzeln oder Falten auf jedem Teil des Körpers, sogar auf den Beinen. Sie unterschieden sich deshalb ziemlich vom korekten Typ des Chinesischen Kampfhundes.” (Chinesisches Shar-Pei Zuchtbuch, Vol.3, 1982, CSPCA Inc, Seiten 47-48). Diese Stellungnahme könnte man durchaus als eine der ersten Beschreibungen des amerikanischen Shar-Pei stehen lassen. Dieser Brief zeigt auch, dass bis zum Ende der 1960er Jahre und Anfang der 1970er Jahre sich der Chinesische Kampfhund in Hong Kong bereits so weit von seinem Standard entfernt hatte, das er für den Hong Kong Kennel Club nicht mehr als Chinesischer Kampfhund zu erkennen war. Es scheint das der Hong Kong Kennel Club bereits 1966 aufgehört hatte, die Chinesischen Kampfhunde aus Hong Kong zu registrieren. Es gibt jedoch Beweise dafür, dass der Hong Kong Kennel Club Chinesische Kampfhunde aus anderen Teilen der Welt noch bis 1978 einschrieb. Viele dieser Hunde wurden auch vom Tai Pei (Taiwan) Kennel Club registriert. Ich denke, dass sind genug Beweise dafür, dass diese illegalen Zuchtpraktiken in Hong Kong zu dieser Zeit weitergingen und der Hong Kong Kennel Club einschreiten mußte und deshalb die Registrierung von Chinesischen Kampfhunden in Hong Kong einstellen musste.

Da die Züchter aus Hong Kong, die sich mit der Zucht amerikanischer Shar-Pei beschäftigten, ihre Hunde nicht länger vom Hong Kong Kennel Club registrieren lassen konnten, schufen sie unter dem Namen Hong Kong and Kowloon Kennel Association (HKKKA) einen neuen Club. Diese Gruppe begann umgehend damit Shar-Pei (von beiden Typen) zu registrieren, und war bereits 1972 so weit organisiert, das eine erste Ausstellung abgehalten werden konnte. Ich glaube, dass die Bildung des HKKKA mehrere Zwecke hatte:

  1. Registrierungsdienstleistungen für den Shar-Pei zur Verfügung zu stellen, jetzt wo der Hong Kong Kennel Club ihnen nicht mehr zur Verfügung stand.
  2. Die Registrierung von Hunden mit unzulänglichen Zuchtinformation zu ermöglichen. Bedenken Sie das wegen des Kreuzens und der schlechten Aufzeichnungen viele der Shar-Pei keine Stammbäume hatten. Das ist in den Stammbäumen von vielen heutigen Shar-Pei offensichtlich, wenn deren chinesische Vorfahren keinen Vater und/oder Mutter eingetragen haben.
  3. Shar-Pei sollten Zugang zu organisierten Hunde Shows, Wettkämpfen usw. haben.
  4. Es sollte durch Stammbäume und Register Papiere Vertrauen in die Shar-Pei geschaffen werden, die in die Vereinigten Staaten versendet wurden. Die amerikanischen Züchter brauchten unbedingt Papiere.

Gründungsmitglieder der Hong Kong und Kowloon Kennel Association waren unter anderem auch viele wohl bekannte Hunde Liebhaber aus Hong Kong, welche ebenfalls aktiv am Versand von Shar-Pei in die Vereinigten Staaten beteiligt waren. Es ist wichtig daran zu erinnern, dass der HKKKA vom Hong Kong Kennel Club nicht anerkannt wird und die durch den HKKKA ausgegebenen Stammbäume weltweit von anderen namenhaften Kennel Clubs ebenfalls nicht anerkannt werden. Es war diese Gruppe von Züchtern, die den amerikanische Shar-Pei entwickelte, und dann zu den vielen amerikanischen Hundezüchtern exportierte, die sie eifrig erwarteten und große Geldbeträge für sie bezahlten. Inzwischen fuhren einige Züchter von Hong Kong fort, den reinrassigen Chinesischen Kampfhund weiter zu züchten, und kämpften um ihre Wiederaufnahme durch den Hong Kong Kennel Club. Dieser Kampf sollte 22 Jahre dauern, bevor er schließlich gewonnen würde.

Bereits im Jahr 1966 wurden Chinesische Kampfhunde, die Hong Kong Kennel Club registriert waren, in die Vereinigten Staaten versendet. Diese ersten Hunde kamen aus einem sehr bekannten Kennel, dessen Zuchtlinien sich bis in die 1950er Jahre zurück verfolgen lassen. Es gibt Beweise dafür, dass diese Hunde keine reinrassigen Chinesischen Kampfhunde waren und es Einkreuzungen schon 1966 gegeben hat. Eine gewisse Anzahl dieser frühen Hunde hatte brushcoat, Stummelschwänze und geblümte Zungen, als Indikatoren für einen fragwürdigen Hintergrund. Diese Hunde waren möglicherweise Ausschuß aus den Zuchtprogrammen, welcher dann an amerikanische Hundezüchter verschickt wurde. Der Unterschied bei diesen Hunden war, das es wahrscheinlich die letzten Chinesischen Kampfhunde waren, die vom Hong Kong Kennel Club registriert wurden. Diese Exporte in die USA fanden ganze sieben Jahre vor Matgo Laws berühmten Aufruf zur Rettung der Rasse im Jahr 1973 statt. Vielleicht dienten diese frühen Hunde dazu, den amerikanischen Markt für Shar-Pei zu testen. An diesem Punkt kommen einige Fragen auf:

  1. Warum wurde, obwohl reinrassige und vom Hong Kong Kennel Club registrierte Chinesische Kampfhunde verfügbar waren, diese Rasse mit anderen gekreuzt, um den Shar-Pei zu entwickeln?
  2. Warum machten einige Züchter bei diesen Einkreuzungen mit, während andere dies nicht taten?
  3. Was waren die wirklichen Motive, die zur Gründung der Hong Kong and Kowloon Kennel Association führten?
  4. War der Shar-Pei ein Unfall oder das Ergebnis von absichtlichen Einkreuzungen?

Versuche, auf diese Fragen Antworten zu finden, sind bis jetzt sinnlos gewesen. Diese Aspekte der Geschichte der Rasse dürfen nie offenbart werden.

Das „Dogs Magazine“ hatte in seiner Mai Ausgabe von 1971 einen Artikel von Frau Lynn Ryedale mit dem Titel „Wer wird unsere gefährdeten Rassen retten?“. Er zeigte seltene Hunderassen, einschließlich des Chinesischen Kampfhundes. Zwei Jahre später, im April 1973, veröffentlichte Herr Matgo Law, der Eigentümer des Down-Homes Kennel in Hong Kong, seinen heute berühmten Aufruf zur Rettung des Chinesischen Kampfhundes. Herr Law fand wirklich seinen ersten Chinesischen Kampfhund 1965 während eines Spazierganges zwischen den Straßenhändlern Hong Kongs. Er sah einen Wurf mit Chinesischen Kampfhunden in einem Korb und er kaufte einen davon. Später erhielt er seinen zweiten Chinesischen Kampfhund, Down-Homes Sweet Pea, als Geschenk von einem Hundekämpfer. Herr Law und Herr Chung Ching Ming, ein weiterer Hundeliebhaber aus Hong Kong, machten sich einen Plan die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren, und begannen ihn in die Tat umzusetzen. Sie waren besorgt, dass wenn Hong Kong in die Hände der chinesischen Kommunisten zurück fallen wird, die Hunde Population dezimiert werden würde, so wie es in China während der chinesischen Revolution in den 1940er Jahren geschehen war. Seit 1997 gehört Hong Kong wieder zu China. Sie begannen nach Hunden vom Typ des Chinesischen Kampfhundes in den Regionen Macao, Taiwan und Hong Kong zu suchen und begannen mit diesen zu züchten. Als Antwort auf seinen Brief von 1973 erhielt Matgo Law mehr als 200 Anfragen und schon ein paar Monate später kamen die ersten Exemplare des amerikanischen Shar-Pei in den Vereinigten Staaten an. Die Anstrengungen der Liebhaber aus Hong Kong sind erfolgreich gewesen, und die Zukunft der Rasse wurde gesichert.

Die Hong Kong Geschichte endet jedoch noch nicht in Amerika. Während der späten 1960er Jahre und der frühen 1970er Jahre, als eine große Anzahl von “meat-mouth”, reichlich faltige amerikanische Shar-Pei, exportiert wurden, waren die Züchter des reinrassigen chinesischen Shar-Pei besorgt, weil dieser neuere Hund sich zu weit weg vom traditionellen Standard entwickelt hatte. 1982 begann der Chinese Shar-Pei Club of America die Registrierung von im Ausland geborenen Shar-Pei gravierend einzuschränken und dies begrenzte die Anzahl von amerikanischen Shar-Pei, die Hong Kong verlassen konnten. Ein von der Chinese Shar-Pei Association Hong Kong geführter Werbefeldzug hatte Schritte unternommen, um die Unterschiede zwischen den zwei Rassetypen zu veröffentlichen, mit der Hoffnung darauf das Einkreuzen zu unterbinden und es den beiden Typen zu erlauben, sich entlang getrennten Linien zu entwickeln. Tatsächlich werden in Hong Kong heute die beiden Typen ausgestellt und getrennt von einander gerichtet. Zurzeit gibt es ungefähr 50 reinrassige chinesische Shar-Pei, die von ungefähr 10 lokalen Züchtern in Hong Kong besessen werden. Nach einem 22-jährigen Kampf erkannte der Hong Kong Kennel Club im Mai 1988 formell den chinesischen Shar-Pei wieder an. Nelson Lam war einer der Männer die maßgeblich daran beteiligt waren, den Standard für den Hong Kong Kennel Club und die FCI (Fédération Cynologique Internationale) zu skizzieren. Die Hunde wurden zunächst mit einem “true-To-Type Certificate” (Anm.: ähnlich Register Papieren beim VDH) registriert. Wenn drei Generationen mit einem “true-To-Type Certificate” erreicht waren, wurde eine vollständige Registrierung eingetragen. Mit richtigen Abstammungsnachweisen (Pedigree Certificates) sind die lokalen Züchter Hong Kongs jetzt in der Lage ihre Hunde zu registrieren und sie auf Ausstellungen zu zeigen. Der Rassestandard von Hong Kong wurde der FCI (Fédération Cynologique Internationale), dem Weltverband von Rassehunden am 7. Juli 1989 vorgelegt und wurde genehmigt. Hong Kong wird weiterhin ein Weltzentrum für die Rasse Shar-Pei sein, und Hunde werden weltweit exportiert. Wie passend, dass man im Land des Ursprungs der Shar-Pei Rasse, die sich entlang auseinander gehender Linien entwickelt hat, jetzt zum traditionellen Standard zurückgekehrt ist.

AMERIKANISCHE GESCHICHTE DES Shar-Pei

Die amerikanische Geschichte des chinesischen Shar-Pei ist ebenso bunt und interessant wie seine Vergangenheit in China und Hong Kong. Sie besteht im wesentlichen aus drei verschiedenen Phasen:

Phase I
Diese Phase begann 1966 und war kurzlebig, aber hatte einen Haupteinfluss auf die Entwicklung der Rasse in Amerika. Interessanterweise war diese Phase mehr eine Familienangelegenheit, wie später noch beschrieben wird. Während dieser Zeit gab es wenig bis gar keine Anstrengungen, die Rasse bekannt zu machen, oder einen Versuch unter den Shar-Pei Züchtern, sich auf einer lokalen oder nationalen Ebene zu organisieren.

Phase II
Diese Phase hatte ihre Anfänge 1971 mit dem Artikel im Dog’s Magazine bezüglich seltener Hunde Rassen, der auch den Chinesischen Kampfhund zeigte. Obwohl dieser Artikel Interesse an der Rasse erregte, bedurf es erst Matgo Law’s Artikel “Chinesische Kampfhunde”, der wieder im Dog’s Magazin im Jahr 1973 schienen, um die amerikanische Hunde Fans zum handeln zu motivieren. Seiner Bitte den chinesischen Kampfhund vor dem Aussterben zu retten ist es zu verdanken das genau das passiert ist – den Shar-Pei vor dem sicheren Aussterben zu bewahren. Diese Phase ist durch das schnelle Wachstum der Shar-Pei Population und durch die erfolgreichen Anstrengungen sich in einem brauchbaren nationalen Verband zu organisieren charakterisiert.

Phase III
Diese Phase begann im Mai 1988, als die Rasse vom American Kennel Club (AKC) formell anerkannt wurde und bis heute anerkannt ist. Diese Phase ist charakterisiert worden durch rückläufige Mitgliedschaften im Nationalen Klub, eine Abnahme in der Zahl der Shar-Pei Züchter und eine Abnahme bei den erzeugten Shar-Pei Würfen.

Die erste Phase der amerikanischen Geschichte begann mit Herrn J.C. Smith aus Phönix, Arizona, der irgendwann 1966 nach China reiste und mit einem Chinesischen Kampfhund namens „Lucky“ zurückkehrte. J.C. hat eine Vorliebe für einzigartige und ungewöhnliche Dinge und war eher ein “frei Geist” mit einer bunten Vergangenheit. Er gab “Lucky” seinem Bruder, Herman Smith, aus Fresno, Kalifornien.“Lucky” wurde am 14. August 1965 in Hongkong im Kennel von Herrn Chung Ching Ming (auch bekannt als C.M. Chung) geboren, dessen Kennel Name „ Jones’ “ in vielen Shar-Pei Stammbäumen gefunden werden kann, wenn man nur weit genug zurück geht. Er war ein männlicher Chinesischer Kampfhund, dessen Mutter Jones’ Chow-Chow und der Vater Bue Mynah of Taileh waren. Von Interesse ist, dass Taileh jetzt der Name des Dorfes Dah Let (oder auch Dali) ist, wo wie man sagt der Shar-Pei entstanden sein soll. Man kann folglich den Grundstock der Jones’ Zucht bis zurück zu dem Schauplatz verfolgen, wo die Rasse ihren Anfang nahm. J.C. Smith versorgte auch noch andere Mitglieder seiner Familie mit Chinesischen Kampfhunden – seine Brüder Herman und Darwin aus Fresno, Kalifornien und seine Schwester Gwenola Pitts aus Kearny, Arizona. So war diese erste Phase der amerikanischen Shar-Pei Geschichte wahrhaftig eine Familienangelegenheit. Diese Hunde wurden schließlich von der American Dog Breeders Association (jetzt nicht mehr existierend) seit Oktober 1970 registriert. Drei Würfe Chinesischer Kampfhunde wurden in den USA geboren und von der American Dog Breeders Association registriert bevor Matgo Law’s Artikel 1973 erschienen ist. Die meisten Hunde von Jones’ Kennel hatten Eltern, die vom Hong Kong Kennel Club registriert waren. Jedoch zeigten einige dieser Hunde Abweichungen vom Standard – brushcoats und Stummel-Schwänze zum Beispiel. Sie werden sich an die vorangegangene Diskussion erinnern, dass bereits 1966 der Hong Kong Kennel Club die Registrierung von Chinesischen Kampfhunden wegen der bedeutenden Abweichung vom Rasse Standard und der zweifelhaften Zuchtmethoden aufgehört hatte. So gab es vor dem Januar 1971 vierzehn Chinesische Kampfhunde in den Vereinigten Staaten, einige davon mit fragwürdigem Hintergrund. Herr Chung Ching Ming half später die Hong Kong and Kowloon Kennel Association zu bilden, die eine Hauptrolle in der zweiten Phase der amerikanischen Geschichte des Shar-Pei spielte. Denken Sie daran, dass diese Periode der Shar-Pei Geschichte durch einen Mangel an Kommunikation und Organisation unter den Shar-Pei Eigentümern und Züchtern charakterisiert wurde und das es keinerlei Versuche gab, die Rasse bekannt zu machen. Es existierten auch noch andere nicht eingetragene Shar-Pei in den Vereinigten Staaten in dieser Zeit, die entweder importiert oder geworfen wurden ohne bei der American Dog Breeders Association eingeschrieben zu sein.

Wenn ich die Phase I in einem Namen zusammenfassen sollte, würde mir J.C. Smith als erstes einfallen. In einer ähnlichen Weise ist Herr Matgo Law ein Synonym für Phase II. Diese Phase begann 1971 mit einem Artikel über seltene Hunderassen, einschließlich des Chinesischen Kampfhundes. Viele amerikanische Hunde Liebhaber bekamen Interesse am Chinesischen Kampfhund und suchten nach mehr Informationen. Den Hauptimpuls zu dieser Bewegung brachte der 1973 im amerikanischen Dog’s Magazin veröffentlichte Artikel „Chinese Fighting Dog’s“ von Herrn Matgo Law. In diesem Artikel entwarf der Autor einen Plan, die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren, und bat amerikanische Hunde Liebhaber, einige der Hunde zu sich zu nehmen, mit dem ausdrücklichen Zweck die Rasse zu bewahren. Mehr als 200 Antworten gingen zu diesem Aufruf ein, und die Versendung von Shar-Pei in die Vereinigten Staaten begann dann im Herbst 1973. Einige Punkte zu diesen ersten Hunden, die von Matgo Law versendet wurden, sollten erwähnt werden. Erstens, diese Hunde waren weder anerkannt noch registriert von Hong Kong Kennel Club. Sie waren registriert von der neu gegründeten Hong Kong und Kowloon Kennel Association, bei der Herr Chung Ching Ming und Herr Matgo Law Gründungsmitglieder waren. Zweitens, diese Hunde hatten unvollständige Stammbäume, was ein Indikator für fragwürdige Abstammung ist. Einige dieser Hunde wurden tatsächlich aus den umliegenden Regionen nach Hong Kong geschmuggelt. Drittens, viele dieser Hunde erreichten die Vereinigten Staaten in einem mangelhaften Gesundheitszustand – einige starben kurz nach ihrer Ankunft in dem Land, andere waren sehr kurzlebig und starben nach einigen Monaten oder wenigen Jahren. Viertens, viele dieser ersten Ankömmlinge waren eher weniger ideale Vertreter der Rasse, bzw. hatten Mängel wie geblümte Zungen, große oder stehende Ohren, Probleme mit Entropium, Hüftgelenksdisplasie usw., oder sie vererbten solche Eigenschaften an ihre Nachkommenschaft. Fakt ist, ein wohl bekannter Rüde aus Matgo Law’s anfänglichem Zuchtstock, Down-Homes Sweet Pea, war ein „spotted“ (auch flowered oder geblümt genannt) Hund und das Gen für die flowered/spotted Hunde kam mit diesen ersten importierten Hunden in den Gen-Pool der USA – Cina Souel, China Hope, China Love, China Wall und China Faith. Diese Hunde findet man heute im Stammbaum von fast jedem Shar-Pei in den Vereinigten Staaten, und die Eigentümer dieser Hunde hatten großen Einfluß auf die Entwicklung des Chinese Shar-Pei Club of America. Viele dieser frühen Shar-Pei Liebhaber dienten oder dienen noch heute dem nationalen Zuchtverband als Angestellte, Direktoren oder leiten Ausschüsse und bahnten somit den Weg, den der Club bis heute genommen hat.

Ich denke das es interessant und veranschaulichend wäre, einen Blick auf die Geschichten der ersten 5 Shar-Pei zu werfen, die von Matgo Law importiert und im kürzlich gebildeten Chinese Shar-Pei Club of America eingeschrieben wurden. Der erste Shar-Pei von Matgo Law der in den Vereinigten Staaten ankam, war ein schwarzer, männlicher Welpe namens Down-Homes Kung Fu, versendet Dee-Jon und Victor Seas am 06. Juli 1973. Dieser Hund wurde tatsächlich aus Macao heraus geschmuggelt, so mußten die Seas neben dem Preis für den Welpen und den Transport auch noch eine Schmuggelgebühr bezahlen. Der Züchter war nicht Matgo Law, sondern Y. Leung aus Macao. Die Seas hatten ihren Kennel „Walnut Lane“ in Claridon / Ohio und waren in der frühen Geschichte der Rasse in Amerika entscheidend, wie wir später sehen werden. Kung-Fu erhielt beim CSPCA die Register #6 und starb an Thanksgiving 1979. Er belegte Walnut Lane’s China Foo am 5. Mai 1975 (CSPCA Register #11) und wurde später selbst ein früher berühmter Champion der Rasse und Vater anderer Champion Shar-Pei. Der zweiter Shar-Pei von Matgo Law, der die Vereinigten Staaten erreichte, war die Hündin Down-Homes Mui Chu. Bei ihrer Ankunft am 20. August 1973 war sie zwei Jahre alt. Ihre Mutter und Vater waren unbekannt, und so dient sie als ein Beispiel dafür, welche Art von Hunden von den Hong Kong Züchtern verschickt wurden, obwohl sie auch aus Macao gekommen sein konnten. Mui Chu kam in schlechter gesundheitlicher Verfassung an, sie hatte Herzwürmer und andere Probleme. Ihr Besitzer, Herr Ernest Albright, wurde sehr bekannt und war sehr beliebt bei den Shar-Pei Liebhabern und er half den Chinese Shar-Pei Club of Amerika aufzubauen, den nationalen Zuchtverband der Vereinigten Staaten. Der dritte Shar-Pei von Matgo Law in den Vereinigten Staaten kam am 21. Oktober 1973 an. Ihr Name war Down-Homes Litle Pea, Besitzer Lois Alexander. Little Pea’s Vater wurde am 17. November 1971 geworfen. Sie wurde mit ihrem Vater verpaart, kurz bevor sie in die USA verschickt wurde, und warf am 29. Dezember 1973 drei Welpen. Keiner der Welpen aus diesem Wurf lebte länger als drei Jahre. Später wurden die Nachkommen von Little Pea Champions und produzierten auch weitere Champions. Fakt ist, das aus ihrem Wurf vom Oktober 1978 der erste Honorary Champion (Ehren Champion) des CSPCA namens Sis-Q’s Fu Man Chew hervor ging. Der vierte Import war Down-Homes China Love, verschickt an die Familie Seas am 29. November 1973. Sie wurde am 21. Oktober 1973 geworfen, als einer von fünf Welpen in einem sehr bedeutenden Wurf, bestehend aus China Love, China Souel, China Hope, China Faith und China Will. Die Mutte des Wurfes war Down-Homes Anne Revival und der Vater war Down-Homes Sweet Pea. Unglücklicherweise verstarb China Love am 9. Mai 1975, kurz nachdem ihr Wurf auf Grund von Komplikationen per Kaiserschnitt geholt werden mußte. Der fünfte Hund der ins Land kam war Down-Homes China Souel, ein Wurfbruder von China Love. Er kam am 29. Dezember 1973 bei Ernest Albright an. Der Unterschied bei China Souel war, das er der erste Shar-Pei war, den der Chinese Shar-Pei Club of America als #1 am 9. November 1976 registrierte. Kurz nach diesen ersten Importen erkannten die Shar-Pei Liebhaber in den Vereinigten Staaten, das es notwendig ist sich zu organisieren und die Rasse bekannt zu machen. Das war aus den folgenden Gründen notwendig:

  1. Es wurde für die Züchter notwendig zu wissen welche Zuchttiere verfügbar sind, und wer diese besaß. Dies erleichterte Korrekturen bei Zucht Problemen und das Hinzufügen neuer Zuchttiere zum genetischen Pool wenn neue Tiere in die USA importiert wurden.
  2. Es erleichtert den Verkauf von Welpen aus diesen geplanten Verpaarungen.
  3. Es half Informationen über den Shar-Pei in der Öffentlichkeit zu verbreiten.
  4. Es war ein notwendiger Schritt in dem Prozess die Anerkennung durch den American Kennel Club zu erlangen.
  5. Der Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern erhöhte die Kenntnisse bezüglich der Gesundheitsprobleme der Rasse, Problemen bei der Zucht usw.

Das folgende ist eine Zusammenfassung der ersten sieben Sitzungen des Chinese Shar-Pei Club of America. Ich füge das aus verschiedenen Gründen ein:

  1. Der Inhalt der Sitzungen wir wieder gegeben, und das was die Mitglieder für wichtige Aktivitäten usw. hielten.
  2. Man bekommt einen persönlichen Einblick zu den „Gründungsvätern“ der Rasse in den Vereinigten Staaten.
  3. Wir bekommen einen Einblick in die frühen Aktivitäten des Clubs.
  4. Erfahren Sie etwas über die Wurzeln des Standard, die Registrierung usw.
  5. Wir bekommen eine Idee von den frühen Konflikten, Kämpfen d. h. Den “Anfangsschwierigkeiten” unserer Rasse.

DAS ERSTE organisatorische Treffen des Chinese Shar-Pei Club of America fand am 26. April 1974, im Haus von Herrn und Frau Carl Sanders in Ashland /Oregon statt. Zu dieser Zeit gab es 13 Shar-Pei Besitzer in den Vereinigten Staaten von denen man wußte, und diese hatten insgesamt 27 Hunde. Bei dieser Sitzung wurde die Entscheidung getroffen, das der Name der Rasse von „Chinesischer Kampfhund“ in „Chinesischer Shar-Pei“ geändert werden soll, was auf Grund des negativen Bildes von Kampfhunden in der Öffentlichkeit dieses Landes notwendig war. Ebenso wurde über den Namen des Clubs entschieden. Eines der Hauptthemen der Diskussion betraf die Unterschiede im Typ, die man bei den verschiedenen Shar-Pei sehen konnte. Diese Unterschiede traten besonders und überwiegend bei den Hunden auf, die von Matgo Law importiert waren, und waren höchstwahrscheinlich das Ergebnis der Einkreuzungen, wie wir bereits vorher erwähnt hatten. Man entschied sich den originalen Standard des Hong Kong Kennel Club zu übernehmen, sowie alle zusätzlichen Informationen über die Rasse aus China. Es wurde auch ein Vorschlag gemacht einen neuen Standard zu beschreiben, der versuchen sollte die Eigenschaften aller bereits vorhandenen Shar-Pei einzuschließen. Als Funktionäre wurden Carl Sanders als Präsident, Lois Alexander als Schriftführer, John Purcell als Schatzmeister, Ernest Albright als Historiker und Dee-Jon Seas als der Registrator gewählt. Frau Seas wurde beauftragt, das Zuchtbuch für die Registrierung aller bekannten reinrassigen Shar-Pei in den Vereinigten Staaten anzulegen und zu führen.

DAS ZWEITE Treffen des Clubs fand am 27. Juli 1974 in Talent / Oregon, im Haus von Lois und Norm Alexander statt. Rene Lew wurde zum offiziellen Klub-Vertreter beim American Kennel Club (AKC) ernannt. Sie sollte im April 1975 einen Jahresbericht dem AKC präsentieren, der alle Mitgliedschafts- und Finanzberichte, Fotos, Material von der Club Zeitschrift „The Barker“, eine Kopie des Standards und der anderen sachdienlichen Information beinhalten sollte. Korrespondenz vom Hong Kong Kennel Club deutete in der Vergangenheit darauf hin, das die Registrierung von Shar-Pei auf verschiedenen Gründen abgelehnt wurde. Sowohl Ernest Albright als auch Rene Lew berichteten auf Hunde Ausstellungen und Obedience Turnieren, an denen sie teilgenommen hatten. Sue Weaver wurde beauftragt eine Broschüre mit allen wesentlichen Inhalten über die Rasse zu veröffentlichen. Lois Alexander hatte bereits angefangen eine Mitglieder Datei zu führen. Dee Seas wurde gebeten die offizielle Registrierung für Hunde im Chinese Shar-Pei Club of America zu beginnen. Jean Fein wurde gebeten den offiziellen „Code of Ethics“ (Ethik Code, freiwillige Selbsterklärung) auszuarbeiten. Nadine Purcell bot sich an, die Aufzeichnungen über die Würfe zu führen und es wurde der Vorschlag gemacht, das der CSPCA Mitglied im Nationalen Verband seltener Hunderassen werden sollte. Die Population der Shar-Pei in den USA, von denen man wußte, war im August 1974 28 Hunde stark.

DAS DRITTE organisatorische Treffen des CSPCA fand im Heim von Ernest und Madeline Albright in Pleasant Hill / Kalifornien am 3. November 1974 statt. Die anwesenden Mitglieder stimmten dafür, dem Nationalen Verband seltener Hunderassen beizutreten. Shar-Pei Ausstellungen nach Standard Konformität wurden diskutiert, und die Rasse sollte für die Non-Sporting Group in Betracht gezogen werden. Lois Alexander empfahl die Übernahme der Regeln einer Conformation Championship (kein Schönheitschampion, sondern möglichst konform dem Standard)und einer Liste von Punkten, die denjenigen ähnlich waren, die vom Pharao Hund Klub Amerika verwendet wurden. Von den anwesenden Mitgliedern wurde vorgeschlagen, das man Spezialschauen mit Bewertung durch verschiedene Gruppenrichter abhalten könnte, sobald eine Anmeldezahl von vier oder mehr Shar-Pei erreicht wird, die von drei oder mehr unterschiedlichen Besitzern stammen müssen. Die erste Ausgabe des Club Magazins „The Barker“ erschien im April 1975.

DIE VIERTE organisatorische Sitzung des nationalen Clubs wurde wieder im Haus der Albrights in Pleasantville gehalten. Walter DeLear trieb die offizielle Umbenennung der Rasse in “Chinesischer Shar-Pei” voran. Dieser Vorschlag wurde unterstützt und angenommen. Der Rasse Standard wurde diskutiert. Eine aus 32 Punkten bestehende Darstellung der Rasse wurde verfaßt, um als „Offizieller Standard des Chinesischen Shar-Pei in Amerika“ an alle bekannten Shar-Pei Besitzer, ungefähr 30 zu dieser Zeit, versendet zu werden. Eine Miet- Mitgliedschaft (charter membership)wurde diskutiert. Im April 1976 hatte der CSPCA 19 Mitglieder. Aktuelle und künftige Preise für Welpen wurden diskutiert, wobei die meißten Mitglieder $500 als Untergrenze für einen guten Welpen favorisierten. Man einigte sich auf $200 Deckgebühr für Rüdenbesitzer plus einem Welpen zurück. Dugan Skinner gab das Ergebnis einer Umfrage bekannt, die er über Shar-Pei in Amerika gemacht hatte. Im Januar 1976 gab es 27 Shar-Pei Besitzer in den Vereinigten Staaten, welche zusammengenommen 56 Shar-Pei hatten, davon 25 Rüden und 31 Hündinnen. Das erste Zuchtzertifikat (CSPCA – Nr.1) wurde am 9. November 1976 für Down-Homes China Souel im Besitz von Ernest Albright ausgestellt.

DAS FÜNFTE Treffen wurde am 23. April 1977 wieder im Heim der Albrights abgehalten. Die Mitglieder stimmten zu, mit ihren Mitgliedsanträgen für 1977 auch die Stammbäume ihrer Hunde mit zu schicken. Jeder der das gemacht hatte, erhielt im Gegenzug Kopien der Stammbäume der anderen Mitglieder. Dabei war dann auch ein Fragebogen, bezüglich einiger Merkmale der Hunde, wie z.B. Länge der Rute, Farbe der Zunge, Felltyp und so weiter. Die Mitglieder entschieden sich ebenfalls für ein Rundschreiben, welches vierteljährlich erscheinen sollte. Neue Funktionäre wurden gewählt.

DIE SECHSTE Sitzung des CSPCA fand in Hinckley, Illinois am 17. Juni 1978 statt. Diese Sitzung wurde im Zusammenhang mit der ersten alljährlichen nationalen Shar-Pei Show im Pioneer Park abgehalten, welche der CSPCA sponsorte. Leider wurden später sowohl das Treffen als auch die Show für inoffiziell erklärt, da es ein Versehen bei der Bekanntgabe der Veranstaltung gab und nicht alle Mitglieder eingeladen wurden. Die Show war trotzdem ein Haupterfolg in der amerikanischen Geschichte der Rasse mit 46 gemeldeten Shar-Pei, was einem Drittel der Hunde in den Vereinigten Staaten von damals entsprach. Der Richter, Herr Harvey Berman, wählte Walnut Lane’s China Foo, Besitzer Dee und Victor Seas, als BOB (als Besten der Rasse). Bei dieser inoffiziellen Sitzung wurde die Methode zur Wahl neuer Funktionäre diskutiert, sowie die Wahl eines Ausschusses von Vorständen besprochen. Herr Albright wurde Vorstand auf Lebenszeit. Eine offizielle Verfassung und Statuten in Übereinstimmung mit AKC Richtlinien sollten von der Frau V. Fahse entwickelt werden.

Kurz im Anschluss an diese unglückselige sechste Jahresversammlung und die erste jährliche Shar-Pei Spezialshow, bildete sich eine neue Abteilung unter den Mitgliedern des Klubs. Es schien so, dass einige Mitglieder ein schlechtes Gefühl wegen der mangelhaften Ankündigung der Sitzung in Hinckley hatten und wegen Streitigkeiten über das Zuchtbuch und finanzieller Aspekte des Klubs Brennstoff zu einer Spaltung des Klubs in Fraktionen lieferten, wobei Ernest Albright und Ted Linn jeweils als Kopf einer der beiden Seiten standen. Zwei neue Klubs waren das Ergebnis. Der Chinese Shar-Pei Club of America, Inc machte unter der Führung von Ernest Albright weiter. In dieser Zeit wurde der Klub bekannt als der Original Chinese Shar-Pei Club of America, Inc (Westküste). Der neue Klub Registrator in dieser Zeit wurde William W. Morrison. Der Chinese Shar-Pei Club of America, Inc (Ostküste) wurde unter Führung von Ted Linn in Delaware am 6. Dezember 1978 gegründet. Die erste Sitzung des CSPCA, Inc wurde am 10. und 11. Februar 1979 im Airport Ramada Inn, in Atlanta, Georgia abgehalten. In dieser Zeit gab es 83 Charter-Mitglieder. Dieser Klub formulierte eine neue Satzung und Statuten, einen neuen Rassestandard und eine neue Rasseregistrierung. In dieser Zeit damals gab es drei Gruppen von Klub-Mitgliedern: Mitglieder des Ursprünglichen CSPCA (Westküste), Mitglieder des CSPCA (Ostküste) und Mitglieder, die Doppelmitgliedschaft in beiden Klubs halten. Im Juli 1981 wurden schließlich die Unterschiede zwischen den beiden Klubs aufgelöst, und die Registrierungen wurden unter dem CSPCA, Inc zusammen geführt. Wegen der zwei Jahre, in denen es zwei Klubs gab, waren viele Hunde in den Registern beider Klubs geführt. Im ersten Zuchtbuch, veröffentlicht im Juni 1982, wurden viele Registrierungsdateien geschlossen, und einige Dateien wurden annulliert, um die doppelten Registrierungen einiger Hunde zu beseitigen.

DIE SIEBENTE Sitzung des Ursprünglichen CSPCA fand in San Juan Capistrano (Kalifornien) am 30. Juni 1979 statt und wurde vom Southern California Chinese Shar-Pei Club veranstaltet. Dieser Klub wurde im Februar 1979 gegründet und war der erste lokale Klub, der sich dem nationalen Klub angeschlossen hat. Während dieses Treffens im Juni wurden Pläne gemacht, das die Nationale Shar-Pei Spezial Show am 01. Juli 1979 ebenfalls in San Juan Capistrano stattfinden sollte. Es wurde entschieden Herrn Matgo Law für diese Show als Richter einzuladen. Diese Show war die 2. Jährliche Nationale Shar-Pei Spezial Show. Der Beste der Rasse (BOB) bei dieser Show war Eshaf’s Hoi-Ti, Besitzer waren Vern und Emil Fahse.

Seit 1981 wuchs der CSPCA ständig weiter und sich in einer phänomenalen Rate. Im Jahr 1991 gab es mehr als 10.000 Mitglieder mit mehr als 50.000 registrierten Shar-Pei. Im Juli 1985 wurde die Rasse Chinese Shar-Pei durch den United Kennel Club anerkannt. Im Mai 1988 folgte die Anerkennung durch den American Kennel Club mit der Einordnung in die verschiedenen Klassen.

Zusätzliche Informationen:

1/31/03 – Lisa Clayton, Athen, Tennessee
Herr Lee Fuk Wah ist anscheinend DIE Autorität was Shar-Pei in China angeht, und er behauptet, dass die Down Homes Hunde von Matgo Law keine echten Shar-Pei waren, sondern eine neue Mischrasse, die durch das Einkreuzen von Bullterrier, dem Boxer und der Bulldogge in den alten Shar-Pei von Dah Let (chinesischer Kampfhund?) entstanden ist. Sie (Lisa Clayton) glaubt, das der Dah Let Shar-Pei scheinbar KEIN Shar-Pei Fieber, angeschwollene Sprunggelenke oder Amyloidose zu haben scheint. Die Shar-Pei weltweit sind größtenteils vom amerikanischen Stock. Sie (Lisa Clayton) findet, dass der meatmouth bevorzugt wird, weil er für die Öffentlichkeit attraktiver ist, sanftmütiger und gelassener. Der Standard, der die Hunde von Matgo Law nach Amerika begleitete, war von Matgo Law persönlich geschrieben und gab nicht den korrekten Typ des Shar-Pei wieder. Aus diesem Grund hörte der Hong Kong Kennel Club damals auf, Shar-Pei zu registrieren. Bis zum Ende der der 1960er Jahre gab es so etwas wie einen meatmouth in China nicht. Nelson Lam (heute Präsident des Hong Kong Kennel Klub) geht so gar so weit zu sagen, das der erste meatmouth eine Kreuzung aus einem alten Shar-Pei und einem kurzhaarigen Chow Chow war. Herr Chung Ching Ming (er sendete damals die Hunde mit dem Zwingernamen Jones’ in die Vereinigten Staaten)gab sogar zu, das er einen Chow Chow in seinem Zuchtprogramm verwendete. Ein Mann namens Paper De aus China gab zu, das er einen Shar-Pei*/Bulldoggen Mix an Matgo Law abgegeben hat, von dem sie (Lisa Clayton)glaubt, das es Down Homes Sweet Pea war. Sie glaubt, das Gewinnstreben Matgo Laws Motiv war. Der *Shar-Pei ist eine Rasse, die sich in Dah Let entwickelte und in diesem Gebiet seit Tausenden von Jahren existiert hat. Es ist eine zähe Rasse, die auch auf sich allein gestellt überleben könnte, falls nötig.

Wozu Shar-Pei? (Verwendung des Shar-Pei?) von Nelson Lam
Aus den folgenden Gründen gibt es im Chinesischen nur wenige schriftliche Aufzeichnungen über den Shar-Pei:
Der durchschnittliche chinesische Bauer hatte kaum eine Ausbildung und konnte nicht schreiben. Die Chinesen waren keine tierliebe Nation. Eines der alten und zugleich fundamentalen Kriterien für einen guten Shar-Pei war das so genannte „Shun Dur“ oder auch „Double Hit“. Es steht für die beiden Eigenschaften, die ein guter Shar-Pei unbedingt haben mußte. Er mußte seine Beute schlagen können und er mußte sich seiner Haut wären können. Der Shar-Pei war nie eine Rasse die nur für den Kampf gezüchtet wurde, auch wenn mit ihnen Kämpfe veranstaltet wurden. Matgo Law achtete bei der Entstehung des amerikanischen Shar-Pei darauf, diese kämpferischen Eigenschaften zu verringern. Der moderne meatmouth Shar-Pei wurde designed, entwickelt und produziert mit und durch das intervenieren von Menschen. Das Ziel hätte es sein müssen und sollte es noch immer sein, die kämpferischen Qualitäten zu erhalten, das Temperament aber in Richtung Semi-Kampfhund zurück zu entwickeln.

Der Shar-Pei ist ein guter Rattenfänger. Der Körpergeruch des Shar-Pei ist eine Warnung für die Ratten, der die Anwesenheit des Hundes anzeigt. Sie sahen häufig ein öliges Zeichen, wo sich ein Shar-Pei häufig an eine Wand lehnte oder auf dem Fußboden lag, was ebenfalls der Körpergeruch des Shar-Pei war, der die Hausnagetiere vertreiben konnte.

Züchter
- Herr Chan Hoi Kong of Hong Kong Shousonhill Kennel (Mr. Chan)
- Herr Yuen Chit Chee (C.C. Yuen)
- Herr Jones – er verwendete kurzhaarige Chows bei der Shar-Pei Zucht in seinem Zuchtprogramm.

Es wurden Mopse beim Shar-Pei eingekreuzt, um die generelle Größe der Schnauzen zu reduzieren.

Der Kopf

Das chinesische Symbol für die Langlebigkeit

Die Falten über das Shar-Pei Gesicht wurden früher einmal “das Gesicht der Oma” genannt. Die Falte selbst wird “Guarding Line” genannt. Je tiefer die Falte, desto besser ist der Hund als Wächter. Die „Guarding Line“ in der Mitte des Kopfs, die nach innen geht, wird auch “Ratten Linie” genannt. Diese zeigte an, ob der Hund ein guter Rattenfänger ist.

Die Falten auf der Stirn des Hundes ähneln sehr stark dem klassischen chinesischen Symbol für Langlebigkeit. Die Beschreibung des Kopfes lautet original “Sau ge tau”, was die Bedeutung Kopf der Langlebigkeit hat. Das Symbol der Langlebigkeit hat auch Ähnlichkeit mit dem chinesischen Zeichen für “König”. Einst nannte man das auch “Wong’s feature”, was so viel wie „Blick des Herrschers“ bedeutete.

HONG KONG KENNEL CLUB Shar-Pei STANDARDALLGEMEINES ÄUSSERES

Stark, kompakt, aktiv und flink, Shar-Pei bedeutet “Sandhaut”. Die Haut muss zäh und rau sein, während das Fell kurz und borstig sein muss. Tiefe Falten über den Körper während des Welpen Alters. Beim Erwachsenen Shar-Pei sind deutliche Falten nur auf der Stirn und dem Widerrist erlaubt. Betreffs des Temperaments ist der Shar-Pei ein ruhiger, unabhängiger Hund, der loyal und liebevoll gegenüber Menschen ist.

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