Shar-Pei what for? – Wozu Shar-Pei?

von Mr. Nelson Lam, Shar-Pei Club Hong Kong

Wie vielen anderen Zuschauer bei Hunde Ausstellungen auch, gelingt es mir immer die Hunde zu erkennen, die von den Zuchtrichtern dann hoch bewertet werden. Susana Lai, eine Assistenz Instructeurin der Obedience Gruppe, fragte mich einmal wie ich das machen würde. Da es so viele unterschiedliche Rassen gibt könne es unmöglich sein das jemand alle Rassestandards kennt. Meine Antwort war, das ich jeden Hund gemäß seiner natürlichen Funktion beurteilen würde. Wenn ich zum Beispiel einen Deutschen Schäferhund als Best Of Breed (besten seiner Rasse) auswählen sollte, dann würde ich folgendes beachten.

Der Deutsche Schäferhund ist ein ausgezeichnetes und excellentes Beispiel für einen Arbeitshund, ich müßte deshalb einen auswählen der in der Lage wäre, und auch ist, einen ganzen Tag lang zu arbeiten. Einen nervösen oder agressiven Hund würde ich definitiv bestrafen, ganz egal wie ausgezeichnet er vom Aussehen her ist. Das selbe Prinziep wende ich an bei der Beurteilung eines Shar-Pei, man muß auch den Shar-Pei gemäß seiner natürlichen Funktion beurteilen. Das ist der Grund dafür das ich den Ratschlag unseres ehemaligen Vorsitzenden, des ehrenwerten Mr. Justice John Rind, angenommen habe die ursprünglichen Funktionen des Shar-Pei zu kommentieren. Eine Rasse die zu beidem imstande ist, zum jagen und zum kämpfen. Ich werde dieser Logik folgen, um sowohl dem Züchter als auch dem Laien gleichermaßen eine Vorstellung vom Shar-Pei gemäß seiner natürlichen Funktionen zu vermitteln. Die natürlichen Funktionen finden sich auf dieser Basis im vom HKKC und der FCI genehmigten Standard wieder.

Wo fangen wir an?

Ich muß betonen das es in der Vergangenheit niemals ein Shar-Pei Standard gab, der im chinesischen niedergeschrieben wurde. Dies gilt für jede andere chinesische Hunderasse auch. Eine Ausnahme macht da vielleicht der Pekinese, es gab Aufzeichnungen zur Entwicklung des Pekinesen, da dieser ständig innerhalb der Verbotenen Stadt wandeln konnte. Anschließend wurde die Entwicklung des Pekinesen davon beeinflußt. Westliche Leser werden sich wundern warum wir keinen chinesischen Shar-Pei Standard festgehalten haben. Sie müssen bedenken das wir Chinesen, insbesondere die Bauern und die Menschen der unteren Schichten, kaum eine Chance auf Bildung in der Vergangenheit hatten. Des weiteren muß ich peinlicherweise zugeben, das wir Chinesen allgemein keine besonders tierliebende Nation waren. Das ist also der Grund dafür warum es so wenig Aufzeichnungen über die Geschichte unserer Hunde und auch der Rasse Shar-Pei gibt. Um einen guten Shar-Pei zu beurteilen oder auszuwählen kann man sich also nur auf Kriterien verlassen, die von den Leuten überliefert sind, die eng mit der Rasse Shar-Pei verbunden sind.

Wofür Shar-Pei?

Eines der alten und grundlegenden Kriterien die ein Shar-Pei zu erfüllen hatte war “Shun Dar”. Shun bedeutet doppel während Dar Schlag im kantonesischen bedeutet. Also kurz gesagt ein guter Shar-Pei soll und sollte sowohl in der Lage sein bei der Jagd seine Beute zu schlagen, als auch zurück zu schlagen um einen Gegner abzuwehren. Vielleicht könnte jemand sagen das Beute schlagen oder einen Gegner abzuwehren das gleiche bedeuten würde. Sollte dies der Fall sein, so könnte man den Shar-Pei als Kampfhund bezeichnen. In der Geschichte vieler anderer Rassen scheint das kämpfen für diese charackteristisch zu sein. Dies ist ein bedeutender Grund dafür das der Shar-Pei als Kampfhund mißverstanden wurde, weil er in der Vergangenheit unter anderem auch bei Kämpfen eingesetzt wurde. Das Wort “Kampfhund” wird von westlichen Züchtern vermieden, und natürlich dürfen diese illegalen Aktivitäten nicht unterstützt werden. Tatsächlich gibt dieser Umstand diesen modernen Züchtern das beste Arsenal an Waffen gegen den originalen Shar-Pei Typ und dessen Standard in die Hand, die den Shar-Pei in eine Show Rasse entwickelt haben und daher können wir eine natürliche Funktionen des Shar-Pei vergessen, nämlich die kämpferischen Qualitäten der Rasse. Eine prominente Persönlichkeit des modernen Shar-Pei, Mr. Matgo Law, befürwortet mich stark in diesem Punkt. Bis zu einem gewissen Grad stimme ich mit ihm überein, aber aus anderen Gründen wie ich später noch erklären werde.

Zum ersten, der Shar-Pei ist und war niemals eine Rasse, deren einziger Zweck das Kämpfen gewesen ist. Es gibt und gab immer auch andere Funktionen, welche der Shar-Pei erfüllen konnte. Zum zweiten würden alle diejenigen die den Shar-Pei in den siebzigern mit zu kämpfen nahmen zustimmen, das sich die Shar-Pei niemals mit Bullterriern oder Staffordshire Bullterriern messen konnten. Der Kämpfer „Big Potato“ (große Kartoffel), der den Ruf der Shar-Pei durch den Gewinn mehrerer Kämpfe gegen die Bullterrier retten konnte, war nur eine Ausnahme. Meiner Meinung nach hatte er nur Glück damals. Um es ganz offen zu sagen, der Shar-Pei ist keine Rasse für Kämpfe, obwohl er ganz bequem Angreifern die Stirn bieten kann.

Zusammenfassend kann man sagen, das das Kämpfen eine der Qualitäten der Rasse Shar-Pei ist, aber der kämpferische Aspekt wurde überbewertet und schlecht interpretiert. Auf jeden Fall stimme ich nicht mit der Sichtweise von Matgo Law überein, das wir nicht die kämpferischen Qualitäten der Rasse Shar-Pei erhalten müssen. Matgo führte als Beispiel den British Bull Dog an, der einst für Hundekämpfe verwendet wurde und heute das Symbol der Briten und eine Show Rasse ist. British Bull Dog Züchter würden mir sicher zustimmen, das der originale Typ dieser Rasse früher eher dem Staffordshire Bullterrier ähnlich war. Der Staffordshire Bullterrier ist heute einer der freundlichsten Hunderassen und doch haben sie noch diese Qualität ihrer Vorfahren auf sich Acht geben zu können, wenn sie durch Angreifer konfrontiert werden. Das Temperament des Staffordshire Bullterrier kann sich geändert haben oder als Show Rasse verbessert haben, doch sein Charakter, die Körperstruktur und Körperbau haben die Qualität dieser Hunde aufrecht erhalten, sich selbst verteidigen zu können.

Ich bin daher zu dem Schluß gekommen, das es Analogien zwischen dem Bull Dog und dem modernen meatmouth Shar-Pei gibt. Mit anderen Worten ist der moderne British Bull Dog, genau wie der moderne meatmouth Shar-Pei, aus einem komplizierten Zuchtprogramm mit und durch menschliche Eingriffe designed worden und hervorgegangen. Das Ergebnis waren so viele gesundheitliche Probleme, das dies von Tierärzten auf der ganzen Welt verurteilt wurde. Während der ursprüngliche Shar-Pei Typ dem altmodischen Bulldog ähnelt, hat dieser Ähnlichkeit mit dem Staffordshire Bullterrier. So kann ich Matgo nur zustimmen, das wir das Temperament des Shar-Pei verbessern müssen. Es muß möglich sein die Rasse im Show Ring akzeptabel zu machen, aber ihre natürliche Charackteristik und Konformation als Kampfhund muß und sollte erhalten bleiben. Kein Zweifel, die Leser würden meinen ständigen Sparringpartner Li Fuk Wah benennen, der natürlich als eingeschworener Feind Matgos sein Leben dafür geben würde, die kämpferischen Eigenschaften des Shar-Pei zu erhalten. Li Fook Wah bestand darauf, das die kämpferischen Qualitäten Teil des Rassestandard werden müssen. Diese Sichtweise vertreten fast alle der alten Jungs der Rasse Shar-Pei. Ich habe die folgenden Aussagen sehr sorgfältig geprüft, weil ich nicht wünsche, dass Personen verleumdet werden. Daher würde ich es für einen fairen Kommentar zu Matgo halten. Matgo muß Anerkennung dafür bekommen, das er die Rasse Shar-Pei in die USA gebracht hat. Er wurde zu einer Kultfigur für viele ihrer westlichen Züchter. Aber die alten Jungs, wie Li Fook Wah, haben im Stillen die gleiche Arbeit geleistet um die Rasse Shar-Pei zu bewahren, und wurden zu großen Personen, ganz wie Gurus, der Rasse Shar-Pei. Deshalb muß ich ihre Sichtweise ebenfalls respektieren.

Letztendlich glaube ich, das das stärkste Argument die Erhaltung der originalen Charackteristik der Rasse Shar-Pei als Semi-Kampfhund sein sollte und sein muß. Ich kann keinen möglichen Grund für uns erkennen das Erbe unserer Vorfahren zu vergessen und es nicht zu erhalten. Für mich als Chinesen wäre es unverzeihlich meine Kultur zu verraten, unseren Schatz aufzugeben indem wir das annehmen, was die Leute aus dem Westen für richtig halten. Um es klar zum Ausdruck zu bringen, ich werde nicht den Amerikanismus akzeptieren, der den Standard ändert, um dem Markt zu entsprechen. Um in dieser Situation zu einem Kompromiss zu kommen, könnte ich mir als einzige Lösung vorstellen einen neuen Standard als American- oder Modern Shar-Pei Standard einzuführen. In diesem Fall kann man die natürlichen Qualitäten vergessen, man kann weiter fortfahren Shar-Pei mit vielen Falten und Hippo Maul züchten, das man die Augen nicht mehr sehen kann, als eine neue Rasse die ihre eigenen Füße nicht mehr sehen kann. Wagen wir uns an ein anderes Szenario heran. Lassen Sie uns jetzt einen originalen Shar-Pei und einen modernen Shar-Pei im Amazonas Dschungel aussetzen und sehen wer überleben könnte. Ich würde sagen das keiner von beiden das wirklich könnte, aber ich bin mir sicher das der ursprüngliche Shar-Pei zumindest für ein paar Tage länger überleben wird, weil dieser die andere Seite der Kriterien erfüllt, das „Dar“, in der Lage sein eine Beute zu schlagen, z.B. um Ratten zu jagen. Einige Leser werden zustimmen das der Shar-Pei ein guter Rattenfänger ist. Mit seinem Körpergeruch warnt er die Ratten vor seiner Präsenz. Ganz offensichtlich wir der Leser feststellen, das ein Shar-Pei der an einer Wand entlang läuft eine Art ölige Marke mit seinem Körpergeruch hinterläßt, der dazu führt das Nagetiere das Haus verlassen. Also, ist es anstrebenswert einen Shar-Pei zu züchten, bei dem die „Shun Dar“ Qualitäten nicht erhalten wurden? Vielleicht bin ich wieder abgeschweift, aber die Leser müssen mir meine Sentimentalität der Rasse gegenüber und meine Verpflichtung die Warheit zu sagen verzeihen. Der Shar-Pei ist eine chinesische Rasse, die es durch viele Mühen selbst geschafft ihren Platz in der Geschichte der Caniden einzunehmen. Wie kann ich mich jetzt umdrehen und der ganzen Welt sagen, das das Kämpfen keine der Qualitäten ist, es einfach auslassen und nicht im Rassestandard erwähnen. Wie sollte ich in der Lage sein meinen Ahnen gegenüber zu treten, wenn ich auf die andere Seite komme?

Wohin sollte es gehen?

Nachdem ich nun gefolgert hatte, das die kämpferischen Qualitäten des Shar-Pei erhalten bleiben müssen, war der nächste Schritt zu entscheiden in welche Gruppe der Shar-Pei kommen sollte. Aus den Geschichten der Vergangenheit wissen wir von vielen Rassen, das diese für beides Verwendung fanden, die Jagd und den Kampf. In solchen Fällen sollte die Bezeichnung der Rasse dann Kampf-, Jagd- und/oder Sporthund lauten. Shar-Pei sind aber auch in der Lage auf seinen Haushalt aufzupassen, Shar-Pei können sehr gute Haushunde sein, ein Wachhund und ein sehr guter Begleiter, also wohin oder in welcher Gruppe gehört der Shar-Pei hinein? Diese Schwierigkeit die Rasse einzuordnen wurde reflektiert, als der Shar-Pei vom Hong Kong Kennel Club offiziell als Rasse anerkannt werden sollte. Einige der “alten Hasen” wollten das der Shar-Pei den Jagdhunden zugeordnet wird, da er ja zur Jagd verwendet werden könne. Einige waren der Ansicht das er den Gebrauchshunden zugeordnet wird, aus den Gründen die ich eben beschrieben habe. Überraschenderweise wurde ich zu einem viel späteren Zeitpunkt nach Dailack (Dali) eingeladen, der Region aus der die Rasse ursprünglich stammt, ich wurde als Richter zu ihrer ersten Schau am 25. Mai 1996 eingeladen. Der Shar-Pei vom originalen Typ wurde dort als Gebrauchshund eingeordnet. Den modernen meatmouth Shar-Pei, der erst fünf Jahre zuvor aus Hong Kong eingeführt wurde, wurde von uns als nicht sportlich eingeschätzt.

Shar-Pei - man kann ihm den Jagdtrieb fast ansehen

Shar-Pei - man kann ihm den Jagdtrieb fast ansehen. In der heutigen Zeit wäre es sicher nicht sehr einfach mit einem Hund mit diesen Anlagen zusammen zu leben. Ein Jäger als Halter, der eine entsprechende Ausbildung gewährleisten kann, wäre sicherlich angebracht.

Wenn also der traditionelle Shar-Pei Typ ein Mehrzweckhund ist, dann wäre wohl die Utility-Gruppe (Anm.:Diensthund?) die richtige Antwort. Wie auch immer, wenn wir sagen das der traditionelle Shar-Pei in der Lage ist verschiedene Jobs zu machen, tritt ein anderes Problem auf, man könnte nämlich einwenden was denn nun die natürliche Funktion des Shar-Pei ist. Was ist es, was der Shar-Pei Standard reflektieren soll? Ich glaube das wir eine Reise mit einer Zeitmaschine starten sollten um nach China zurück zu reisen und zu sehen wie man einen Shar-Pei aus einem Wurf auswählte. An dieser Stelle möchte ich sagen, das ich es sehr lieben würde mit einer Zeitmaschine zu reisen, um die Rasse in fünfzig Jahren zu sehen, oder wenn ich so lange leben könnte. Sollte ich die Rasse so sehen wie heutzutage, mit großem übermäßigen Kopf und Maul, stark faltiger Haut, dann würde ich wissen das unsere Bemühungen verschwendet waren. Es würde mir sagen, das das Interesse der Züchter nicht der Rasse gilt, sondern einzig und allein dem Marktwert. Sollte ich aber gesunde Hunde sehen, die in der Lage sind mit Geschwindigkeit über Felder zu streifen, ihre Besiter in die Scheunen zu begleiten, Löcher in den Boden zu graben und Ungeziefer aufzustöbern, dann wüßte ich das der echte Shar-Pei gerettet ist. Um es mit einem alten chinesischen Sprichwort zu sagen, ich könnte dann gehen mit geschlossenen Augen (Anm.:sicher auf das Sterben bezogen). Doch lassen sie uns jetzt von der Zukunft in die Vergangenheit zurück gehen.

Am Anfang

Wenn ein Wurf Welpen geboren wurde, wählte sich der Besitzer den Welpen aus, der für seine Zwecke paßt, gemäß verschiedener Techniken und Kriterien. Einige dieser Techniken einen Welpen auszuwählen der für seine Zwecke passend ist konnten auch auf Aberglauben basieren, aber vor allem stützten sie sich auf Erfahrungen die überliefert wurden. Einige Kriterien oder Funktionen der Rasse wurden in poetischen Sätze rezitiert. All diese Techniken den richtigen Shar-Pei aus einem Wurf auszuwählen, sei es durch Aberglauben oder durch Überlieferung, wurden sorgfältig gehütet. Ich werde nun zunächst ein Gedicht übersetzen, dass eine allgemeine Beschreibung eines Shar-Pei gibt. Diese Beschreibung wurde mir von Herrn C.W. Hau zitiert, dem Gelehrten, den ich bereits in meinem vorigen Kapitel erwähnte. Ich glaube ehrlich, das dies der erste allgemeine einfache Standard dieser Rasse werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt werde ich nur einen kurzen Überblick als Einführung in diese Rubrik geben. Im nächsten Kapitel werde ich viel mehr ins Detail gehen.

Der Kopf muß Wu Lo sein, das Ohr wie eine Gabel, die Rute wie ein Speer getragen und die Hüften wie eine Garnele.

Nun muß ich dies nach meinem besten Wissen und dem was ich glaube sowie mit meinen Kommentaren interpretieren.

Der Wu Lo Kopf

Die Deutung des Kopfes muß die Beschreibung des Schädels selbst umfassen. Die Leser haben ganz ohne Zweifel schon vom Wu Lo Kopf des Shar-Pei gelesen. Wu Lo ist eine Art chinesische Frucht mit einer runden Form. Ich persönlich glaube nicht und werde nicht glauben das Shar-Pei einen übermäßig groß gewachsenen Kopf haben sollten. Die Gründe dafür sind folgende:

Zum ersten, sollte die alte Schule, die alten Jungs, tatsächlich einen großen Kopf bevorzugt haben, dann hätten sie irgend eine andere und größere Frucht als die WuLo für die Beschreibung verwendet. So einen großen Kopf oder Schädel zu haben wie wir es heutzutage sehen, ist ganz einfach gegen die Natur.

Der Zweite Grund folgt dem ersten, dem das ein übergroßer Kopf gegen die Natur ist. Ich muß betonen, das wenn ich vom Kopf spreche, dies auch die Schnauze bzw. den Fang mit einschließt. Schauen Sie sich all die Hunderassen an, einschließlich einiger typischer Kopfrassen wie Chow Chow oder Mastiffs. Deren Köpfe sind so beeindruckend und im Vergleich größer als die Köpfe bei den anderen Rassen, aber immer noch natürlich mit dem übergroßen Kopf. Wenn wir einen Hund in der Körpermitte Teilen müßten, vertraue ich darauf das ich nicht falsch liege wenn ich sage 60% der Masse würden auf die vordere Hälfte kommen, 40% auf den Rest. Bei den Kopfrassen würde es ohne Zweifel vorn geringfügig schwerer werden, vielleicht 61-62% des Gesamtgewicht des Hundes. Werfen wir einen Blick in die schmerzlichen Tatsachen beim modernen Shar-Pei, so viele von denen, die ich gesehen habe, waren grob über diesen 60% die ich sagte. Als Ergebnis haben wir Shar-Pei mit einer Vorderhand, zu schwer um sich gut zu bewegen, Schnauzen zu groß, Lippen so dick das sie die Kiefer beim Schluß behindern. Wie sollt sich dieser Shar-Pei Typ in freier Wildbahn behaupten? Ich verspreche den Lesern, das ich zu gegebener Zeit, in voller Länge und bis in die Details den Kopf erörtern werde.

Das Gabel Ohr

Die Gabel ist hier nicht diese Art von Gabel, wie sie in westlichen Ländern zum Essen auf den Tisch kommt. Die Gabel ist die Art von Gabel, wie sie in früheren Zeiten von chinesischen Bauern verwendet wurde, mit einer dreieckigen Form wie eine Mistgabel. Ich fand es immer schwer mich mit dem Muschelohr abzufinden, welches immer als die beste Ohrform beim Shar-Pei gepriesen wird. Also welcher Ohrentyp veranschaulicht besser und angemessener den Rassestandard?

Wir wissen das es viele verschiedene Beschreibungen für das Shar-Pei Ohr gab. Um einige zu nennen, großes Pferde Ohr, nach vorn getragenes Ohr, Goldohr oder goldene Blume Ohr. Diese drei Typen seien als offene, aufrechte oder stehende Ohren genannt. Nach meinen eigenen Erinnerungen hatten die Hunde die für Kämpfe eingesetzt wurden fast immer offene und stehende Ohren.

Nur wenige Hunde mit Muschelohren wurden für Spiele dieser Art eingesetzt. Mir wurde erzählt, das wenn sich die alten Jungs einen Hund aus einem Wurf auswählten, dann wurden die für die Jagd ausgewählt, die das Gabel Ohr hatten, das heißt offen und stehend.

Deshalb habe ich mich gefragt, warum die Muschelohren all die Zeit angepriesen wurden. Welcher Ohrentyp sollte Standard sein? Natürlich wäre es möglich für den Shar-Pei beide zu haben, sowohl das offene als auch das geschlossene Ohr. Die Rasse Collie hat zum Beispiel auch stehende Ohren, was im Showring allerdings nicht akzeptiert wird. In unserer ersten Shar-Pei Club Show waren alle Teilnehmer reinrassige originale Shar-Pei. Da war ein Hund der ganz außergewöhnlich dem Standard entsprach, mehr als die viele andere Hunde. Ich hatte keine andere Wahl als ihn als fünften zu platzieren, wegen seiner stehenden Ohren. Sonst hätte ich ihn viel höher platziert. Ich verstehe das wir das Ohr vereinheitlichen müssen. Deshalb muß das beliebtere Ohr, das heißt der Muscheltyp, den Vorrang haben.

Wie aber kann man den populären Muscheltyp bei den Ohren mit dem von mir als ersten Standard beschriebenen Gabeltyp versöhnen? Ich hoffe und bitte um Vergebung bei den Lesern, aber ich kann nicht so tun als hätte ich alle Antworten. Ich kann nur das was ich weiß so gut wie möglich interpretieren. Daher hielt ich eine Gabel erst nach unten und dann nach oben, das heißt die Spitze der Gabel nach unten auf den Boden und damit befand sich die Gabelbrücke oben. Da die Gabel selbst dreieckig ist, könnte es vielleicht als Muschelform bezeichnet werden wenn sie nach unten gerichtet ist. Es wäre nun logisch, dass wenn ich die Gabel nach oben halte, so das die Spitze der Gabel nach oben zeigt, dann hat die Gabel eine nach oben offene oder stehende Dreiecksform. Sollte dies die Antwort sein, oder ist die Beschreibung als Gabel eine Grauzone die uns die alten Jungs in ihrer Weisheit hinterlassen haben, um es selbst heraus zu finden?

Die Rute wie einen Speer tragend

Das ursprüngliche Wort Speer wurde einige Male auch als Gewehr übersetzt was auch die Übersetzung als Waffe einschließt. Ich fand es auch immer unlogisch warum es ein Gewehr sein sollte. Der Grund dafür ist einfach, wie sollten die Bauern und/oder Jäger in den früheren Zeiten sich ein Gewehr leisten können? Jedenfalls wenn man ein Gewehr tragen würde wie die westlichen Soldaten, dann würde die Rute nach hinten zeigen. Zieht man hingegen mit einem Speer in die Schlacht, wird dieser üblicherweise nach vorn getragen. Deshalb muß eine Shar-Pei Rute, egal welche Form, immer gut über der Kruppe getragen werden. Ich gebe zu das es ein Versehen war dies nicht im Standard festzuhalten. Meiner persönliche Erfahrung nach, und ich würde es wagen zu sagen das es auch die Ansicht der alten Schule wiederspiegelt, gilt “keine gute Rute heißt kein Shar-Pei mit guten kämpferischen Eigenschaften”. Mit anderen Worten, ich sehe keinem Shar-Pei eine Hängerute nach. Der Grund dafür ist einfach. Nach den Regeln des Kampfes ist es so, wenn ein Shar-Pei seinen Schwanz hängen läßt, das heißt ihn bei jeder Begegnung zwischen die Beine klemmt, wird dieser Shar-Pei seine Kämpfe verlieren. An dieser Stelle muß ich vom Aspekt der Rute abkommen und weiter zu dem etwas anderen Aspekt des Kämpfens kommen. Da wir jetzt dieses sensible Thema berühren, sollte ich jetzt mein stärkstes Argument bringen, und zwar das diese Begegnungen in der Vergangenheit ohne Zweifel grausam waren, aber nicht unnatürlich, weil Hunde um Territiorien kämpfen und mit Rivalen in der Paarungszeit. Jeder Gegner der bellt oder die Rute zwischen die Beine klemmt, zeigt Zeichen für Unterwerfung. Das heißt, diese Begegnungen in der früheren Zeit folgten diesen natürlichen Dschungel Gesetzen. Das ist der Grund warum ich sagte, dass der Shar-Pei keine Rasse nur zum kämpfen ist. Shar-Pei ist keine Rasse die gezüchtet wurde um in einem Kampf zu töten, es wird nie Übereinstimmungen mit den bekannten Kampfhund Rassen wie dem Pit Bull Terrier geben. In der Tat bin ich froh darüber, denn das war der stärkste Grund warum ich die alten Jungs überzeugen konnte die Kämpfe zu vergessen, und mit ihren Hunden stattdessen an Ausstellungen teilzunehmen.

Shar-Pei bei der Jagd

Shar-Pei als Jagdhund, das ist für uns eine etwas ungewohnte Vorstellung. Man darf sich wahrscheinlich den Shar-Pei nicht wie einen in Europa üblichen, abgerichteten Jagdhund vorstellen. Es ist jedoch wahrscheinlicher, das die Shar-Pei damals einfach mit zur Arbeit auf das Feld gegangen sind, und auf dem Feld nach essbarem gestöbert und dann gejagt haben. Es dürfte sich hauptsächlich um landwirtschaftliche Schädlinge gehandelt haben.

Hüften wie eine Garnele

Es gibt keinen Zweifel daran, das nach dem Rassestandard der Rücken gerade sein muß. So deutet der Vergleich mit einer Garnele auf einen Rücken der nicht waagerecht ist. Ich bitte die Leserinnen und Leser um Verständnis dafür, daß es zu einigen Verwirrungen hinsichtlich der Auslegung was die Hüfte ist kommen kann. Der Grund dafür liegt in den Schwierigkeiten bei der Übersetzung und Interpretation. Die Hüfte beinhaltet im Chinesischen auch die Taillengegend, sowie zu einem gewissen Teil auch die Lenden und die Rückengegend. In der Tat rezitierten einige der alten Jungs einen Garnelen Rücken. Die Erklärung für die Leser ist einfach und zufriedenstellend. Wieder müssen wir uns in Erinnerung rufen das diese Abhandlung über die natürlichen Funktionen der Rasse Shar-Pei entstanden ist, die in der Lage ist zu verteidigen. Die Hüfte ist der stärkste oder im Vergleich der rundeste Muskel um Sprungkraft zu erzeugen. Wenn Sie daher den Rücken und Lendenbereich eines Shar-Pei berühren, dann sollte der Hund sofort den Rücken krümmen wie eine Garnele. Wir Chinesen glauben das dies dem Hund einen kraftvolleren Schub gibt, wenn sie kämpfend versuchen sich gegenseitig zu Boden zu ringen. Zur weiteren Bestätigung der anderen Elemente, wie das Schlagen einer Beute, würde ohne Zweifel die Beschreibung des Garnelenrücken dem Hund einen kraftvollen Eindruck bei der Vorwärtsbewegung verleihen. Ich möchte anmerken, das der Wu Lo Kopf, das Gabel Ohr und die Rute wie ein Speer getragen eine optische Beschreibung des Shar-Pei darstellen, während die Garnelen Hüfte oder Rücken eher die dynamische Beschreibung der Rasse geben.

Abschluss

Diese ganze Abhandlung reflektiert die Bedeutung der Kampf- oder der Jagdqualitäten dieser Rasse. Kein Chinese, egal welcher Schule er angehört, wäre in der Lage abzustreiten das die ursprüngliche Beschreibung oder dieser einfache Standard dem Shar-Pei das allgemeine Bild von einem Kampfhund verleiht. Daher sollte diese Qualität erhalten werden. Ich akzeptiere das das kämpfen definitiv nicht die Haupt- und nur die einzige Qualität dieser Rasse ist, aber ohne diese Qualität, kann ich nur noch einen sehr inaktiven und langsamen Hund mit faltiger Haut sehen.

NELSON LAM
Shar-Pei CLUB (HONG KONG)

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